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Zentrale Vergleichsarbeiten in Brandenburg |
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Zu Ihrer Information haben wir an dieser Stelle eine Linksammlung zusammengetragen, die einen Überblick über Pressestimmen und Internetseiten zu den ZENTRALEN VERGLEICHSARBEITEN der 6. Klassen im Land Brandenburg bietet.
Auch wenn die Vernunft (partiell) gesiegt hat und die Gewichtung auf ein erträgliches Maß gesenkt wird - selbst wenn die Vergleichsarbeiten wieder zu dem werden, wofür sie konzipiert wurden, nämlich Instrumente zur Kontrolle der UNTERRICHTSqualität - werden wir diese Seite im Netz bestehen lassen - als Dokumentation und Mahnmal eines kostspieligen und nervenaufreibenden Versuchs auf Kosten der Kinder, Familien und Lehrkräfte und letztendlich aller Steuerzahler.
Historie
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: http://www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.440174.de
Oooops - die Presse meldet sich zu Wort und bemängelt, dass die Privatschulen Im Vorteil sind: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg;art128,2340633
Und das MBJS „bessert nach“ und lässt manche Privatschulen mitschreiben: http://www.mbjs.brandenburg.de/media/lbm1.a.3029.de/ref25_zva6_freieschulen.pdf
Ein zufriedener Bildungsminister ...der eigentlich einmal etwas ganz anderes wollte.
Die Vereinbarungen innerhalb der Koalition stellen einen Kompromiss dar. Bislang hatte Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) den dreitägigen Probeunterricht ohne Vergleichsarbeiten favorisiert, die Union forderte eine Arbeit als Aufnahmetest und wehrte sich gegen den Probeunterricht. Lausitzer Rundschau, 31.05.2006
„Das ist ein politischer Kompromiss innerhalb der Koalition“ Holger Rupprecht, Berliner Zeitung, 19.10.2007
Doch wem haben wir so viel Qualität und Leistung zu verdanken?
Der vereinbarte Entwurf des neuen Schulgesetzes trägt nach Auffassung des Lausitzer CDU-Bildungsexperten Ingo Senftleben die Handschrift seiner Partei. „Überall wo Leistung gefordert, Qualität erweitert und Chancengerechtigkeit gesichert werden, haben sich unsere bildungspolitischen Vorstellungen durchgesetzt“, sagte Senftleben gestern.
Heftige Proteste und die Folgen: Rupprecht denkt über Senkung der Gewichtung auf 20 % nach, um „Akzeptanz zu erhöhen“:
NEWS: Endlich Einsicht Holger Rupprecht am 15. Juli 2008 im Info-Radio: Die Gewichtung der ZVA wird mit Sicherheit heruntergestuft.
Rupprecht verkündet Neuerungen zum Schuljahresbeginn: Gewichtung der Vergleichsarbeiten wird auf 20 % gesenkt.
Kritische Stimmen
PNN: In Mathe brachen die Sechstklässler ein. Unsicherheiten bei der Bewertung
Berichte, dass wegen der schlechten Mathe-Ergebnisse die Bewertungsmaßstäbe gelockert wurden, dementiert das Bildungsministerium strikt. Entsprechende Hinweise haben die PNN aus eine Grundschule in Dahme-Spreewald erhalten, wo Arbeiten erneut korrigiert wurden - und bei einem Dutzend Schüler aus der Fünf in Mathe dann doch eine Vier wurde. Das Bildungsministerium sagt dazu, dass es in „absoluten Einzelfällen“ an Schulen Unsicherheiten bei der Bewertung gegeben habe.
Märkische Allgemeine: SCHULPOLITIK Wünsche des Elternrates an Rupprecht „Wir wünschen uns zum Weihnachtsfest,/dass man diesen Unsinn lässt:/Keine Vergleichsarbeiten als Test!“
rbb Info-Radio: Brandenburger Schule - Leistungsdruck auf Weltniveau?
PNN: Test vergeigt. Nicht aufs Gymnasium?
Die Linke: Kleine Anfrage vom 06.09.2007 im Brandenburger Landtag
Bildungschance währt 90 Minuten TAZ.de
Kinderfeindliche Vergleichsarbeiten - LOA Lernen ohne Angst e.V.
Tagesspiegel: Kein Lob dem Speckgürtel. Berlin ist das kleinere Übel für Familien.
LER: Unsere Kinder sind nicht dazu da, bestehende Schulstrukturen zu erhalten.
Lausitzer Rundschau: Note befriedigend bei Vergleichsarbeiten.
MAZ: Harsche Kritik am Ministerium. Falkenseer Eltern wehren sich gegen Selektion.
Welt.de: Vergleichsarbeiten der 6. Klassen deutlich unter Vorzensuren
Lausitzer Rundschau: Änderungen bei Bewertungskriterien gefordert
Märkische Allgemeine: Endergebnisse der umstrittenen Vergleichsarbeiten liegen vor |
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Buchtipp:
Fritz Reheis
Zitat:
„Wenn ständig zensiert, beurteilt und vergleichen wird, dann behindert die Fixierung auf ein von außen gesetztes Ergebnis den Lernprozess und schwächt die intrinsische Motivation, auf die es in einer Wissens- und Ideengesellschaft ankommt.“
Reinhard Kahl
GEW:
VBE:
Kann man das Lächeln der Mona Lisa evaluieren?
Über das Lächeln der Mona Lisa machen sich Menschen noch heute Gedanken; ob Schüler mit einem Lächeln zur Schule kommen und mit sich und ihrer Arbeit zufrieden nach Hause gehen, wird in keiner Pisa-Studie „evaluiert“.
Die Linksfraktion im Landtag
Die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Arbeiten sind mit einer nicht verantwortbaren Belastung für die Schülerinnen und Schüler, die einem bisher nicht gekannten Leistungsdruck ausgesetzt sind, verbunden.
Eigentlich müssten die Vergleichsarbeiten „zentrale Zulassungsprüfung“ heißen.
Zentrale Vergleichsarbeiten, die benotet werden, waren in der Vergangenheit die Daumenschrauben, die pädagogische Innovation verhinderten und Lehrer antrieben, schnell viel Stoff zu pauken.
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